Holsteinischer Kamp – Informationsveranstaltung

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IMG_0899Die politische Lage im Nahen Osten und Afrika führt weiter dazu, dass Flüchtlinge zu uns nach Europa und damit auch nach Deutschland kommen. Diese Menschen haben ein durch das Grundgesetz verbrieftes Recht auf Asyl. Die Behörden in Hamburg prüfen jeden Antrag auf Asyl rechtsstaatlich. Für die Zeit der Prüfung müssen die Flüchtlinge einen Platz zum Leben und Wohnen bekommen. Hierfür sorgt in Hamburg Fördern & Wohnen, als Anstalt öffentlichen Rechts. Aufgrund der anhaltenden Flüchtlingszahlen, müssen neue Folgeunterkünfte geschaffen werden. Im Holsteinischen Kamp hat die Stadt eine solche Unterkunft für ca. 100 Personen gefunden.

Die Informationsveranstaltung des Bezirksamts Hamburg-Nord fand am 18. Mai 2015 in der Kirche Alt Barmbek statt. Der Antrag der Bürgerinnen und Bürger war so groß, dass der ursprüngliche Raum im Barmbek°Basch zu klein war.

Die Verwaltung erläuterte detailliert die Pläne und Anforderungen an das Gebäude. So soll es Gemeinschaftsräume und -küchen geben. Im Außenbereich wird ein Spielplatz errichtet, denn auch Familien mit Kindern sollen nach Barmbek-Süd kommen. In unmittelbarer Nähe zur Unterkunft finden sich U-Bahnstationen und zwei Lebensmittelmärkte, sowie weitere Spielplätze. Neben Flüchtlingen sollen auch Obdachlose hier eine Unterkunft finden.

Die Bürgerinnen und Bürger hatten ein breites Spektrum an Fragen, von kritischen, bis hin zu Fragen wo und wann man helfend unterstützen kann. Bedarf gibt es vielfältig: Kleidung, Spielzeug und Dinge des täglichen Bedarfs sind gefragt. All das Engagement will koordiniert werden. Dazu wird Fördern und Wohnen Infrastruktur bereitstellen. Auch die Freiwilligenagentur in Hamburg kann angesteuert werden. Für ehrenamtliches Engagement bei der Flüchtlingshilfe stehen im Bezirksamt 40.000 Euro für Sachmittel und Schulungen zur Verfügung und lokal hat sich bereits die Initiative „Welcome to Barmbek“ gegründet, die auch qualifizierende Maßnahmen für Ehrenamtliche anbieten.

Die Diskussion wurde sachlich und fundiert geführt. Dei Hilfsbereitschaft in Barmbek ist immens und es zeigt sich, dass Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger so sehr gut funktionieren kann. Man habe heute Abend sehen können, dass Flüchtlinge in Barmbek willkommen sind und nun sei die allein entscheidende Frage, wie man den positiven Schwung der Veranstaltung bis zur Eröffnung der Unterkunft in ca. einem halben Jahr mitnehmen könne. Dem ist uneingeschränkt zuzustimmen und die Initiative „Welcome to Barmbek“ ist dafür genau der richtige Anlaufpunkt.